Motorrad Kleidung

Da die Saison ja quasi schon im vollem Gange ist, steht auch die Frage nach der geeigneten Kleidung wieder im Raum. Vielleicht sind die bislang genutzten Klamotten schon etwas in die Jahre gekommen oder man möchte einfach mal die „Gegenseite“ ausprobieren.

Gegenseite? Es geht um Textil versus Leder. Ich selbst habe seit Mai 2012 eine Textiljacke und -hose im Einsatz und bin damit auch grundsätzlich sehr zufrieden. Bis auf größtenteils im Dauerregen stattfindende Touren (Ost- bis Südtiroltour 09.-11.05.2013), wo man ohne zusätzlichen Regenschutz garantiert nass wird, bleibt man bei kürzeren Regenattacken schön trocken und die Wärmehaltung in der kalten Jahreszeit ist bei entsprechender Unterkleidung auch gut.

Neben den „Komfort-Merkmalen“ sollte man aber nicht vergessen, dass es um Motorrad Schutzkleidung geht. Oberstes Ziel ist also unser ausreichender Schutz im Falle des Falles. Einige grundlegende Informationen liefert der ADAC mit dem Artikel Motorrad Schutzkleidung Infos.

„Wer mit alter, schlechter oder billiger Kleidung Motorrad fährt, ist hirnlos.“ Der das sagt, muss es wissen: Dr. Jörg Schmidt, begeisterter Motorradfahrer und Chef der Unfall-Chirurgie am Berliner Helios-Klinikum. Er hat genügend schwere und schwerste Verletzungen leichtsinniger Fahrer auf dem OP-Tisch behandelt, die sich mit dem richtigen Outfit hätten vermeiden oder mildern lassen. Seine Devise: „Beim Motorrad darf man aufs Geld schielen, bei der Sicherheitskleidung niemals!“

Wissen tun wir das ja wohl eigentlich alle und beim Kauf achten die meisten auch auf die beste Qualität, die es für ein gegebenes Budget zu kaufen gibt. Nur bei der konsequenten Umsetzung, also dem Tragen der sicheren Kleidung im Alltag, hat wohl jeder (mich natürlich eingeschlossen – sogar als Wiederholungstäter) schon geschludert. Da springt man schnell mal in Jeans und T-Shirt auf den Bock – es soll ja nur die paar Meter in die Stadt gehen. So nützt natürlich die beste Kleidung nichts, wenn man sie nicht trägt. Aber wem sage ich das?

Zurück zur Kleidung selbst. Mir stecken seit ein paar Tagen „Lederklamotten“ in der Nase. Rein unter sicherheitstechnischen Betrachtungen soll Leder ja immer noch einen Tick besser schützen als die beste Textilkleidung. Das sehen aber die Experten auch nicht einheitlich. Auf jeden Fall ist Leder wohl nicht schlechter.

Eine Lederkombi kommt für mich nicht in Betracht, selbst eine Hose eher nicht – die Biester sind richtig schwer und obgleich ich noch keine zur Probe getragen habe, vermute ich eine unkomfortable Enge und mangelnde Beweglichkeit – wie sollte ich damit jemals noch mal rauf auf meine RT kommen? ;-)

Aber so eine Lederjacke hat was. Sieht cool aus, ist in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen wie Retro, Vintage und Chopper verfügbar. Kurzform oder etwas länger als echte Tourenjacke. Und hält bei etwas Pflege ewig – zumindest hat Günter seine Jacke und Hose schon 15 Jahre und beide sehen wirklich noch richtig gut aus. So bleibt nur – wie so oft – die Qual der Wahl.

Neben den bekannten großen Motorradzubehör-Ketten mit teilweise eigenen „Labels“ gibt es ja auch namhafte Hersteller mit Werksverkauf, gut sortierte Webshops (z.B. Motorradjacken Shop) und nicht zuletzt bieten auch einige (ggf. sogar alle?) Motorrad-Hersteller eigene Bekleidung an.

Das wird wohl kein leichtes Unterfangen werden. Habt ihr ggf. ein paar Empfehlungen oder auch etwas Ähnliches in der Planung? Dann schreibt doch bitte einen kurzen Kommentar. Danke!

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