Bike des Tages #78

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Simson Schwalbe

Heute wieder ein Oldie aus der guten, alten Zeit. Reimund hat mir diese Foto zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Die Simson „Schwalbe“ ist ein vom VEB Fahrzeug und Gerätewerk Simson Suhl bzw. später VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ unter dem Markennamen Simson hergestelltes Kleinkraftrad. Die erste Baureihenbezeichnung der Schwalbe lautet KR51 (KR steht für Kleinroller; die 5 für den Nennhubraum von 50 cm³; die 1 dient der Unterscheidung zum Vorgänger, dem KR50). Insgesamt gab es drei Baureihen mit zusammen neun Modellen. Die Weiterentwicklung der Schwalbe stellte der SR50 dar. Zahlreiche Bauteile der Schwalbe fanden sich im dreirädrigen Krause-Duo wieder.

Quelle: Wikipedia

Wenn ich so ein Moped sehe, bin ich immer etwas hin- und hergerissen. Auf der einen Seite schön anzuschauen, heute nur noch selten im Straßenverkehr zu sehen und einfach mit der Aura vergangener Tage ausgestattet. Wenn man dann aber so einen „Knalltackter“ hört, und sich vorstellt, mit so einer alten Technik unterwegs zu sein, siegt zumindest bei mir eher die Vernunft.

Bei Reimund sieht das offensichtlich anders aus. Ich hoffe, ich liege jetzt nicht falsch, glaube aber zu wissen, dass er selbst über 50 solcher Oldtimer besitzt (er war ja auch schon mal mit der MZ BK 350 als „Bike des Tages“ hier vertreten) und zumindest den Großteil auch selbst restauriert hat. Schön, wenn man so etwas kann und dann auch noch den Platz hat, um all diese Schätze trocken und sauber unterzubringen.

Wenn sich irgendwann mal eine Gelegenheit ergibt, so einen Oldie in fahrbereitem Zustand für kleines Geld zu erwerben – man weiss ja nie. Der Kauf von Ersatzteilen (eines meiner größten Bedenken) scheint nicht das große Problem zu sein. Wenn man etwas im Internet sucht, findet man noch für viele alte Fahrzeuge entsprechende Angebote. So liefert z.B. zur Simson Schwalbe der www.akf-shop.de noch alle gängigen Ersatzteile (dort werden auch diverse Ersatzteile für MZ Motorräder angeboten). Naja, mal schauen ob sich da irgendwann mal eine Chance bietet.

Zum Schluss noch zwei Fotos von einer NSU Quickly, welche mein Bruder und ich als Knirpse bei uns im Schuppen entdeckt und wieder flott gemacht haben. Gefahren wurde auf Feldwegen „schwarz“ und der Sprit stammte von Vaters Rasenmäher – ja, da werden Erinnerungen wach. :-)

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Ja, einfache und sogar von Kindern zu verstehende und zu wartende Technik. :-)

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Witziges Detail: Der kleine Deckel vorne unter der Lampe war mit einer Rändelschraube gesichert und bot schon damals Platz für etwas Werkzeug.

Noch eine Frage an die Experten: Was ist das am linken Lenker für ein kleiner Hebel? Ich glaube mich zu erinnern, dass es eine Art „Dekompressioshebel“ war. Der wurde beim Start kurz gezogen und so konnte man die Quickly etwas leichter antreten. Richtig?

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