Ein trockener Wintertag

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Ich hab nie verstanden, wieso man zwischen Oktober und März keine Motorräder auf den Straßen sieht.

„Zu kalt“, sagen die Einen. Eigentlich nur eine Frage der richtigen Bekleidung. Selbst bei Minusgraden kann man ein paar Stunden fahren, bevor man sich aufwärmen muß.

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„Zu gefährlich“, sagen die Anderen. Eigentlich ja die Herausforderung an das fahrerische Geschick. Selbst auf trockenen Straßen ist der Grip sehr eingeschränkt – die Reifen kommen einfach nicht auf Temperatur – weite Radien, flache Schräglagen, lange Bremswege, und trotzdem immer wieder rutschende Räder, die ein blitzschnelles Eingreifen erfordern und das Fahren anspruchsvoll und abwechslungsreich machen.

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Spätestens nach ein oder zwei Tagen muß ich dann auf´s Motorrad, muß den Wind und die Kälte spüren, die Freude, wenn der Motor zu laufen beginnt, obwohl der Anlasser schwer gegen das zähe Öl zu kämpfen hat, den vereisten Sattel, der erst unter meiner Körperwärme abtaut, das Rutschen des Hinterrades, wenn ich die Fußbremse etwas fester trete oder in Kurvenlage etwas forscher gasgebe.

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Naja, so bin ich an einem Sonntag im Januar nach Thüringen gefahren, Schweinfurt, Bad Neustadt, Mellrichstadt, Meiningen, Bad Liebenstein, hab in Bad Liebenstein gut zu Mittag gegessen, und war bei Einbruch der Dunkelheit entspannt und gut gelaunt wieder zuhause:

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