Das Weserbergland – von Süddeutschen häufig unterschätzt

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Seit über einem halben Jahr war ich schon angemeldet zum MT-09-Treffen 2016 in Beverungen. Und ausgerechnet in der Woche vor dem Treffen spielte das Wetter total verrückt und ein Tief nach dem anderen jagte übers Land. Mehr oder weniger fadenscheinige Absagen vieler Teilnehmer waren die unausweichliche Folge.

Irgendwann war ich es leid, mich von den Wettervorhersagen verunsichern zu lassen und Donnerstag Abend stand mein Entschluß fest: Ich fahre heuer auf dieses Treffen, und wenn die Welt untergeht.

Also den Wecker auf 04:25 gestellt, sodaß ich Samstag morgens um 5 Uhr auf meiner Tracer saß. Ich hatte 4 1/2 Stunden Zeit, und so beschloß ich, die gut 300 km über die Landstraße zu fahren. Um Bad Neustadt dichter Nebel, dann ein bischen Sprühregen. Das kann ja nur besser werden, also weiter über die Hessische und Thürigische Röhn und den Hohen Meißner bis nach Kassel und dann durch den südlichen Teil des Weserberglands zum Treffpunkt an der Weser in Beverungen.

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Von den ursprünglich 20 gemeldeten Teilnehmern waren 7 erschienen, drei mit einer nackten MT, drei Tracerfahrer und eine Nuda-Fahrerin. Die Frage nach einer schnelleren und einer langsameren Gruppe hatte sich somit erledigt und wir fuhren alle gemeinsam und warten an den Abzweigen auf die gemütlicheren Fahrerinnen und Fahrer.

Die Fahrt führte rechts der Weser bis zum Solling und von dort zum Bikertreff „die Kurve“, wo wir erstmal Mittag aßen. Den großen Parkplatz hatten wir ganz für uns, und die Küche war einfach, aber preiswert und gut.

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Frisch gestärkt ging es dann auf kurzweiligen, kurvigen Sträßlein bis zum Köterberg, wo wir abermals eine kleine Rast einlegten und die Fernsicht genossen.

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Bis auf einen kurzen Regenschauer vor der Mittagspause war es auf über 300 Kilometern Fahrspaß trocken geblieben, nur die in Waldstücken oft noch feuchten bis nassen Straßen sorgten für gelegentliche Rutscher und die nötige Aufmerksamkeit, sodaß bei keinem der Mitfahrer Langeweile aufkam. Und wer wollte, konnte in den trockenen Kurven seine Reifen über die ganze Fläche nutzen, Strecke und Geschwindigkeit waren dafür durchaus geeignet.

Den Abend verbrachten wir in einem Biergarten an der Weser, wo wir überdacht, aber draußen sitzen konnten. Aus der näheren Umgebung waren noch ein paar Fahrer zu uns gestoßen und so ließen wir den Tag mit gegrilltem Fleisch und der einen oder anderen Flasche Bier ausklingen.

Nach einem erholsamen Schlaf und einem ausgiebigen Frühstück machte ich mich gegen 10:00 auf den Heimweg. Trotz nasser Straßen und gelegentlichen Schauern folgte ich der B80 durch das reizvolle Wesertal bis Hannoversch Münd. Irgendwann hatte ich dann genug von nassen Kurven und nahm bis Fulda die BAB, bis der Himmel wieder trockene Straßen verhieß, und so wurde das letzte Stück durch die Rhön dann doch noch ein unterhaltsamer Abschluß dieses Wochenendausfluges.

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