Kaschdemeising isch nur was für Brofiis!

….. so oder so ähnlich würde es wohl unser Baden Württembergischer Landesvater sagen.

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Im Prinzip war sie ja eigentlich vorher schon ein schönes Mopped…

… dennoch war meinem Schatz das Mopped eindeutig zu „LEISE“ und der Hinterreifen zu schmal. Wo sie recht hat, hat sie einfach recht.

Also stand ein vermeintlich kleiner Umbau an. Gott sei dank wurde Weihnachten erfunden und ich konnte einen gebrauchten und günstigen Auspuff von Jeckill & Hyde im Internet schiessen. Der war neu beschichtet und mit allen Anbauteilen die benötigt werden. Somit war der Umbau begonnen.

Im Frühjahr, als die Temperaturen ein wenig nach unten gingen, ich habe nur eine kleine unbeheizte Garage die voll mit Moppeds steht, konnte ich loslegen. Alter Auspuff runter, Jeckill und Hyde drauf, Züge verlegen, Länge anpassen, Motor verstauen, Soundswitch anschliessen und fertig war der Teil, der sich mit dem Sound beschäftigt.

Die erste Ausfahrt machte mein Schätzchen bei ca. 3°C Aussentemperatur. Auf dem Rückweg fiel Schnee und dennoch hatte sie dieses unbeschreibliche, zufriedene Grinsen im Gesicht.

PS: wenn ich nur wüsste, in welchen Situationen sie dieses Lächeln noch drauf hat…

Alles richtig gemacht.

Als nächstes kam das Hinterrad dran. Geplant war auf jeden Fall ein Weisswandreifen und zwar den fettesten den Dunlop oder Metzeler anbieten. Was muss alles angepackt werden war die Frage?

Spontan vielen mir ein:
– Felge
– Fender
– Kennzeichenhalter
– sonst nichts

In der Planungsphase viel mir dann noch auf, dass eventuell andere Rückleuchten/Blinker auch ganz geschickt wären. Also wurden diese mit auf die Einkaufsliste gesetzt.

Ich beschaffte mir als erstes einen passenden 5″ Felgenring von Eightball Custom der dann auf die Original Nabe, umgespeicht wurde. Anschliessend kam ein Dunlop D402 180/65*16 drauf.

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Das habe ich dann schon mal ins Mopped eingebaut. Schatzi war zufrieden, also ich dann auch.

Jetzt sollte der Originalfender erhalten bleiben aber die breitere Pelle sollte auch sicher beheimatet werden. Also nichts soll schleifen, auch beim einfedern nicht.

Ich kaufte einen gebrauchten Fender für wenig Geld, liess diesen mittig der Länge nach aufschneiden um dann ein Stück Blech einzuschweissen. Somit wurde er ca. 3 cm breiter und konnte mit den Original Fenderstruts, passend und auf den Versatz des Hinterrades rücksicht nehmend, an den Hinterreifen angepasst werden.

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Als diese Arbeiten erledigt waren, wurde der Fender lackiert und an die mittlerweile mit Blinkereinheiten von Rizoma versehenen Struts, montiert.

Nur noch den Fender ans Mopped geschraubt und das Loch für die Sitzbefestigung gebohrt. Fertig!!!

Nicht ganz! Beim anpassen der Setzmutter im Fender, rutschte ich mit der Feile aus und „Kracks“ war ein fetter Kratzer im neuen Lack. Ich wollte sterben. Bei der letzten Tätigkeit dieses Missgeschick. Ich habe mich dann später mit 30 Peitschenhieben und reichlich Jacky selbst bestraft. Die Lackierung muss im Herbst neu gemacht werden.

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Scheisse, hatte vergessen, dass das ganze auch noch eingetragen gehört. Das habe ich diese Woche dann in Verbindung mit der ausstehenden HU/AU gemacht.

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Wer mich kennt, weiss das ich genau Buch geführt habe wie das mit den Kosten ist.

– Auspuff: 1.600,-
– Felgenring: 199,-
– Umspeichen: 180,-
– Kennzeichenhalter: 365,-
– Änderungen am Fender: 500,-
– Lackierarbeiten: 300,-
– Blingereinheiten: 100,-
– Reifen: 200,-
– Eintragung beim Tüv.: 100,-

Aber ihr wisst ja auch, „das Geld ist nicht verloren, es gehört nur einem Anderen!“

In diesem Sinne,
Euer Rainer

P.S.
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