Mit 12 Pferdchen der Meute hinterher

beim Nepomuk

Hubert aus Kronach, ein älterer CB1000-Fahrer, veranstaltet seit ein paar Jahren Feierabendtouren in der Fränkischen Schweiz. Meist so 150 km mit anschließender Einkehr. Da es dabei eher gemütlich zugeht, hab ich mich mit Vanessa bei der Abschlußtour für dieses Jahr am letzten Septembersonntag angemeldet.

Um den Rest der Truppe nicht in ihrem Vorwärtsdrang zu beschränken, hatte ich vorgeschlagen, mit Vanessa und ihrer kleinen Suzuki GN 125 hinten zu fahren, und falls wir den Anschluß nicht würden halten können, hatte ich zur Sicherheit die geplante Strecke auf dem Navi.

So trafen wir uns nach einer gut einstündigen Anfahrt um 14:00 Uhr am Parkplatz von McDonalds in Hirschaid, um kurz darauf mit einer Gruppe von 12 Motorrädern zu starten.

Um Viertel nach Zwei ging´s los, und wie nicht anders erwartet, überholten die vor uns Fahrenden ein paar Pkw´s und wir hatten erstmal Mühe, dranzubleiben. Aber das änderte sich, als es kurviger wurde. Da zeigte Nessi, daß man mit einer leichten 125er mindestens genauso schnell um´s Eck kommt wie mit einem großen Motorrad, und die an zweiter Stelle fahrende VL 800 Volusio und ein etwas kurvenscheuer GS-1150-Fahrer machten es uns leicht.

Erster Stop war der Gasthof Keller in Stadelhofen. Eigentlich war nur ein kurzer Raucher- und Fotostop geplant, aber zwei Pärchen hatten das wohl falsch verstanden, besetzten den einzigen freien Tisch und begannen, Kaffee zu trinken. Wir anderen standen so also eine gefühlte Stunde in der Sonne und erfreuten uns an den auf der B22 vorbeiziehenden Motorrädern. Alle nutzten wohl nochmal das sommerliche Wetter am Saisonende.

Nach der dritten Aufforderung zum Aufbruch teilten uns die Vier dann mit, daß sie nicht weiter mitfahren wollten, sondern nach einer längeren Kaffepause wieder nach hause wollten. Ok!? Das hätten sie ja auch früher sagen können, wir waren jetzt jedenfalls weit hinter dem Zeitplan.

Die weitere Tour führte uns bis Altenkundstadt, wo wir beim „Nepomuk“ gemütlich einkehrten und unsere leiblichen Bedürfnisse stillten.

Zurück ging´s durch kurvige Kleinziegenfelder Tal, dann einmal quer durch die fränkische Schweiz, aber immer gegen die zunehmend tieferstehende Sonne. Es war halt doch spät geworden, sodaß wir erst gegen halb Sieben wieder am Ausgangspunkt der Tour eintrafen.

Jetzt hatten Vanessa und ich noch gute 75 km Heimfahrt vor uns, und so kamen wir erst mit dem allerletzten Tageslicht zuhause an.

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