Spartacus Tour

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Arist hatte für letzten Sonntag zu einer Tour in den Nordschwarzwald geladen. Das daraus eine „Spartacus Tour“ wurde, konnte niemand ahnen… ;-)

Tourbericht (von Arist)

6. August, anno 2017. Auf unserer Tour über den äußersten nördlichen Rand des Schwarzwalds begegneten wir einer Horde hölzerner Römer. Spontan bemächtigten wir uns der Truppe als Kulisse für ein lustiges Gruppenfoto: Erwin, Freddy, Jürgen und ich.

Auch sonst fühlten wir uns zeitweise wie in frühere Zeiten versetzt. Wie motorisierte Legionäre sozusagen, auf Eroberungszug in der wilden Provinz. Die Gegend erschien mitunter tatsächlich wild und fremd, obwohl manch einer auf dem Weg Richtung Schwarzwaldhochstraße oder ins Rheintal schon oft hier durchgekommen sein mag. Da nimmt man eben der Bequemlichkeit wegen und um Zeit zu sparen doch lieber die breite Schneise der Bundessstraße.

Stimmt, die meisten Straßen im Schwarzwald sind hervorragend angelegt und erstklassig ausgebaut. Aber manche Strecke auf unserer Fahrt war unbekannt, schmal und scheinbar leichtfertig in Wald und Täler gelegt. Gerade so, als wäre sie extra für mutige, abenteuerlustige Motorradfahrer entworfen und gebaut worden. Keine Markierung, keine Schilder, gelegentlich ruppiger Straßenbelag und knifflige Kurven. Dann und wann blitzte die strahlende Sonne durch das dichte Blattwerk. Staunend und in bester Laune genossen wir einen traumhaft schönen Tag auf unseren Motorrädern.

Ein paar Anekdoten: An einer Stelle mitten im Wald saß – ohne Witz – ein Mann vor seinem Häusle und verlangte für die Straße hoch zur Teufelsmühle 2 Euro Wegzoll. Da sind wir schnell geradeaus geflüchtet. So kamen wir noch tiefer in den Wald.

Plötzlich gerieten wir bei einer anderen alten Mühle direkt in eine Gartenwirtschaft. Weil es hier neben dem klappernden Mühlrad so gemütlich war ließen wir uns eine Weile nieder, um uns bei Kaffee und Kuchen über Reisen, Motorräder, Wohlstand und Freiheit und alles Mögliche zu unterhalten.

Zufrieden setzten wir dann unsere Fahrt fort, mussten aber erstmal einen Bach durchqueren, der breit und knöcheltiefen über die Straße plätscherte. Dann waren da noch eine alte Steinbrücke, über die kaum ein Auto passte, ein Museum mit allerlei Maschinen und Kriegsgerät, ein Forellenhof mit lecker gegrilltem Fisch, eine Fahrt mitten über einen Golfplatz, ein Segelflugplatz mit Einflugschneise knapp über der Straße usw.

Zum krönenden Abschluss dieser Spartacus-Tour nahmen wir Kurs auf das bekannte, aber nicht minder schöne Aichtal Richtung Heimat – zum Ausschwingen sozusagen.

gez. Arist


Nachfolgend noch ein paar Fotos (in chronologischer Abfolge) zu den von Arist genannten Highlights. Am Ende des Artikels gibt es einen Link zu allen Fotos auf Flickr und auch die Tourinfo als Karte sowie die GPX-Datei.

 

Schmale Steinbrücke

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Lichte Weite: 3 m – Arist hatte tatsächlich ein Maßband dabei – wurde also vor Ort gemessen.

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Da lacht das Biker-Herz! :-)

 

Mittagessen im Forellenhof „Zordel“

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Forelle frisch vom Grill

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Hmmm – lecker!

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Gemütlicher Biergarten…

 

Museum

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Die Bilder sind nicht absichtlich so verfremdet. Beim Herausnehmen der Kamera aus der Schutztasche hatte ich wohl an einem Drehregler dieses „Kunstbild-Programm“ gewählt. Arist hat es dann zum Glück bei seinem geschulten Blick auf die Kamera gemerkt… Irgendwie passt der Stil aber ganz gut zu all dem alten „Grims-Kram“ vor dem Museum. Da bei unserer Ankunft geschlossen war, haben wir das Museum nur von aussen gesehen.

 

Maut für echte Römer-Straßen!

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Kaffeepause in der Plötzsägmühle

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Der Betreiber ist ein interessanter Typ – es gibt unglaublich viele Tipps und Tricks und Hinweise jedweder Art in Form von meterlangen Pinwänden. Muss man einfach mal gesehen haben… :-)

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Da hätte man Stunden verbringen können – wir wollten aber doch lieber wieder Mopedfahren!

 

Gefährliche Flussdurchquerung!

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Solch einen Sturzbach mit seinen reißenden Fluten kann man eigentlich nur mit einer guten Enduro und unglaublich viel Erfahrung durchqueren… ;-)

 

Die Begegnung mit „echten“ Römern

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Die „wilden Sträßchen“ im Nordschwarzwald

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Vielen Dank an Arist für diese außergewöhnliche Tour! Toll auch, dass ich die beiden super-netten Biker Erwin und Jürgen kennengelernt habe. Alles in allem wirklich unvergessliche 245 Kilometer! :-)

 

Bilder

Alle Bilder zur Spartakus Tour

 

Tourinfo

Tourinfo und Karte

Route

Route als GPX-Datei
 

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