Mit 12 PS durch Deutschlands Mittelgebirge (Mittelgebirgstour Teil 2)

Nachdem wir – Vanessa Suzuki GN 125, ich Suzuki XF 650 – letztes Jahr die nördlichen Mittelgebirge mit Gipfeln über 700 Meter besucht hatten, stand der zweite Teil der Tour noch an.

Anfang September ergab sich ein Wetterfenster, das angenehme Temperaturen und nur geringe Niederschläge versprach, und so starteten wir am Freitag um neun Uhr unsere Motoren.

Erstes Ziel war der Große Feldberg im Taunus, den wir nach einer ausgiebigen Kurvenfahrt durch den Spessart gegen Mittag erreichten.

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Frisch gestärkt ging es dann weiter durch Taunus, Lahntal

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und Westerwald bis nach Koblenz, um von dort aus die Eifel mit der Hohen Acht zu besuchen.

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Nach einer Nacht in Ulmen noch eine kleine Eifelrundfahrt mit Besuch des Nürburgringes, und schon erreichten wir das Moseltal,

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um unseren nächsten Gipfel, den Erbeskopf im Hunsrück zu erklimmen.

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Weiter durch Hunsrück und Pfälzerwald mußten wir bei Karlsruhe die Rheinebene durchqueren und waren froh, am späten Nachmittag die ersten Kurven des Schwarzwaldes unter die schmalen Reifen zu nehmen.

In Baiersbronn leisteten wir uns erstmal ein bischen 4-Sterne-Luxus. Unter fast ausschließlich anderen Gästen aus den Ölregionen des nahen Ostens genossen wir ein ausgiebiges Festmahl und das umfangreiche Wellnessangebot. Nach einem feudalen Frühstück starteten wir gut gerüstet zu unserem nächsten Etappenziel, dem Feldberg.

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Leider zeigte sich der Schwarzwald in leichtem Nieselregen. Trotzdem fuhren wir auf kurvenreichen, kleinen und kleinsten Straßen weiter bis in die Schwäbische Alb. Dort hatten wir eher wenig Glück mit der Herberssuche und landeten so eher gezwungenermaßen in Balingen. Welch ein Unterschied zu unserer Luxusherberge in Baiersbronn im Schwarzwald, aber für eine Nacht waren wir untergebracht.

Am nächsten Morgen dann über gefühlte 200 Albsteigen bis nach Zwiefalten.

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Weiter durch die Ostalb bis ins liebliche Donautal, dem wir weiter nach Osten folgten, bis es durch die Hallertau und Niederbayern abgelöst wurde. Diesmal hatte ich über Handy ein Hotel in Bodenmais gebucht, das wir gegen halb sieben erreichten. Familär und preiswert, mit kleinem Wellnessbereich, sodaß ich vor dem Abendessen noch baden und saunieren konnte.

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Nach diesem sehr netten Aufenthalt in Bodenmais mußten wir jetzt langsam an die Heimreise denken, da Vanessa Mittwochs wieder in Kitzingen sein mußte.

Zunächst eine ausgiebige Runde durch den Nationalpark,

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dann der Besuch unseres letzten Mittelgebirgsgipfels, des Arbers.

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Danach machten wir uns auf den Heimweg, wohl wissend, das Fichtelgebirge auszulassen. Aber irgendwie waren es genug Kurven für 4 1/2 Tage, und so fuhren wir vor Amberg auf die Autobahn. Kurz vor Schlüsselfeld der erste Stau, also runter und das letzte Stück noch durch den Steigerwald heim. Die beste Eisdiele jenseits Italiens steht in Schlüsselfeld, und natürlich war noch Zeit für einen Abstecher ins verkehrsberuhigte Zentrum.

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Um halb sieben erreichten wir Kitzingen nach 1922 km.

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Resumee: Deutschlands Mittelgebirge sind sehr vielfältig und abwechslungsreich, und um mit wenig Leistung Fahrspaß zu haben, brauchts nur genügend kleine, kurvenreiche und wenig befahrene Straßen. Und die findet man fast an jeder Ecke Deutschlands.

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