Mixtour (07. – 09.09.2017)

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Warum Mixtour? Wettermix: Von Dauerregen bei 8° bis strahlende Sonne bei 31° alles dabei. Straßenmix: Von engen Spitzkehren bis Autobahnfahrt alles dabei. Landschaftsmix: Von Gletscherbergen bis brettgerade Ebene alles dabei. Gemütsmix: von „wie geil ist das denn“ bis „so ne Sch…“ alles dabei.

Ich ziehe die Rentnerkarte und fahre am Donnerstag bei paar Regentröpfchen los. Über die Alb bis Konstanz ist’s dann schon trocken, aber bewölkt, genauso wie über Gossau, die Schwägalp und bis Buchs.

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Ab hier ist dann immer wolkenloserer Himmel Richtung Bernina. Die alte Via Mala bringt mich nach Splügen und dann – harte Arbeit – die engen Serpentinen auf gleichnamigen Pass nach Italien.

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Im Feierabendverkehr bei 31 Grad rolle ich den Comer See entlang und finde 2 Dörfer vom See entfernt nach 431 km ein freies Hotel.

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Um 9:00 Uhr beginnt dann der nächste „Arbeitstag“, ich folge dem Westufer des Comer Sees bis Como, setze mich um Zeit zu gewinnen (fahrerisch bringt die Po-Ebene ohnehin nix) auf die Autostrada bis Turin. Über die Landstraße bin ich zur Mittagszeit in Susa, wo die Ortsausfahrt quasi schon die Rampe auf den über eine schön geschwungene Straße zu erreichenden Col du Mont-Cenis ist.

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Der Paß endet in Lanslebourg, von wo es sofort auf den höchsten Punkt der Tour, den Col d’Iserand (2770 m) geht.

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Die lange Abfahrt über Val d’Isere endet in Bourg-St.-Maurice, wo es sofort rechts weg auf den 1968 m hohen Cormet de Roselend geht. Eine enge serpentinige Straße führt zunächst durch schattigen Wald, dann über Almen und die endlose Abfahrt durch Traumlandschaften bei motorradligem Hochgefühl endet erst in Albertville.

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Durch den freitagabendlichen Berufsverkehr quäle ich mich bei weiter Traumwetter durch Annecy und folge der schön geschwungenen Landstraße nach La Cluse, wo ich rechts nach Oyonnax abbiege um ein Hotel zu suchen. Alle Hotels waren ausgebucht, 3 ausgeschriebene gar nicht mehr vorhanden (geschlossen oder Bauruine), sodass ich erst nach über einer Stunde Suche nach 601 Tageskilometern um 20:30 Uhr in St. Claude fündig werde.

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Den dritten Tag starte ich um 8:45 Uhr bei Dauerregen und tief hängenden Wolken nach Norden im französischen Jura. Trotz Regen läßt der griffige Teer auf den verschlafenen, kurvigen Nebenstrecken (wer geht bei so einem Sch…Wetter aus dem Haus?) eine flotte Fahrweise zu. Nur schade um die schöne Landschaft…

Über St.-Laurent-en-Grandvaux schwinge ich grenznah weiter bis Pontarlier, wo der Regen nachläßt und weiter nach Maiche, wo selbiger Regen dann endlich aufhört. Das unbeschwerte Schwingen durch kurvige Täler geht weiter nach Pont-de-Roide, wo ich rechts in die Schweiz abbiege und den Länderzipfel in Boncourt wieder verlasse.

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Bei weiter bewölktem Wetter folge ich der Ausschilderung Richtung Basel, dann Altkirch nach Mulhouse. Die Rheinebene überbrücke ich auf der Autobahn, verlasse die bei Müllheim und freue mich auf die kurvige Paßstrecke ab Badenweiler bis Schönau.

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Es tröpfelt wieder um den Feldberg, dieser dick in Wolken gehüllt, es folgt der Schluchsee und ab Rottweil zwingt mich aufkommender Regen wieder in die entsprechende Schutzkleidung. Nach 536 Tageskilometern findet die Tour gegen 19:00 Uhr im Regen ihr Ende.

Leider muss ich die Tour nochmals fahren, da ich doch gerne vom Jura auch optisch was haben möchte – wer will mit? ;-)

Bilder

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