2017 Recap 3 – Der Bikewechsel

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Ende Juli waren Michaela und ich auf den Offroad Summerdays im KTM Adventureland. Auf dieses Wochenende hatte ich mich wirklich schon wochenlang gefreut – 2,5 Tage pures austoben auf jeweils einer Motocross-, Enduro- und Rallycrossstrecke.

Da es die gesamte Woche davor nur geregnet hat habe ich auf die 640er wieder vorsorglich die bösen Grobstoller aufgezogen. Am Freitag den 28.07 waren wir dann pünktlich um 13 Uhr an der Strecke und so konnte ich nach dem Zeltaufbau pünktlich um 14 Uhr auf die Strecke.

Aber leider deuerte der Spaß nicht allzu lange, schon um 17:30 stand meine 640er komplett havariert vor mir. Sie hatte bei mir ja echt in der Vergangenheit viel ausgehalten und wurde von mir eigentlich auch immer penibel gewartet aber was an diesem Tag passierte war der sozusagen der technische Supergau.

Der rechte Gabelholm drückte ÖL oben durch den Preload Adjuster, der linke Gabelholm drückte ÖL durch den Simmerring, der Motor drückte Öl durch die Ventildeckel und Zylinderkopfdichtung und die linke Krümmerschaftdichtung war auch noch undicht…kurz und knapp: das Wochenende war für mich erledigt und die 640er war bei mir unten durch, den in diesem Moment hatte ich das Vertrauen in dieses Bike verloren.

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Zum Glück durfte ich vor Ort am Samstag einige Bikes probe fahren, unter anderem eben auch eine KTM 690 Enduro R, die von allen getesteten Maschinen meinen Anforderunegen am nächsten kam. Sie ist im Vergleich zu einer Sportenduro nicht so Wartungsintensiv, denn Sie hat normale 10.000er Wartungsintervalle, sie ist mit voller Leistung eintragungsfähig und Sie fährt im Gelände echt klasse, obwohl Sie etwas weniger Federweg hat wie die 640er.

Das krasse an der 690er ist für mich,umso schneller man im Gelände unterwegs ist, umso besser liegt Sie, auch im groben Geläuf. Also machte ich mich auf die Suche nach einer KTM 690 Enduro R und wurde einige Wochen später auch fündig und so steht seit mitte August ein 2013er Model in meinem Stall. Hier sind Mutter und Tochter nebeneinander zu sehen:

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Nachdem der Vor- bzw. Erstbsitzer mit ihr nur auf der Strasse unterwegs war (warum auch immer), war die kleine Kati mit total unnützen und schwachsinnigen Conti TrailAttack 2 Reifen besohlt, dieser Fehler wurde von mir sofort behoben, die 690er bekam schöne Pirelli MT21 Grobstoller und einen stabilen Motorschutz aus 5mm Aluminium verpasst.

So an ihre Umgebung angepasst für die Sie auch gedacht ist, habe ich Sie erstmal über diverse MX Strecken in der Gegend gescheucht, um mich im Gelände selbst auf die 690er einzuschiessen.

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Wenn die Strecke eng und winkelig wird, dann ist es mit der 690 Enduro zwar irgendwie als ob man mit einem Supertanker durch den Yachthafen fährt, aber es geht wirklich ;-)

Sie ist in meinen Augen zusammen mit ihrer Schwester der Husqvarna 701 Enduro das einzige Motorrad das vom Kurvenwetzen bis zur Crosstrecke alles kann. Und mit ihren vollgetankt 149kg sowie rund 70PS und 75NM geht die kleine echt biestig nach vorne.

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Inzwischen habe ich auch die alte 640er wieder aufgebaut, nur habe ich es nicht übers Herz bekommen die alte Lady zu verkaufen, von daher wird meine Freundin nächstes Jahr mit der 640er an Offroad Events fahren, entsprechend tiefer gelegt wird die alte Dame noch.

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